Filmkritik zu Malayalam Film ‚Ezra‘

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Ezra ist ein Film sowohl über schwarze Magie als auch über die Geschehnisse in einer jüdischen Familie in den 1940er Jahren in Kerala; daher der Name des Films, der sich vom Namen eines ermordeten Nachkommens dieser Familie ableitet. Gleichzeitig geht es in diesem Film auch um die Reinkarnation und wie sich die Seele eines Toten viele, viele Jahre später in einen anderen überführt.

Dies geschieht durch die Einstellung eines jungen Paares, das von Mumbai nach Cochin auswandert. Der Ehemann Ranjan Mathew (Prithviraj) arbeitet in einem Unternehmen, das Atommüll aufbereitet. Er ist die Reinkarnation des ermordeten Ezra. Die Ereignisse werden in Gang gesetzt, als seine Frau Priya (Priya Anand) eine Antiquitätenkiste in einem Antiquitätenladen kauft. Die ihnen unbekannte Kiste enthält den Geist des toten Ezra, der dann im Bungalow in Cochin, in dem sie leben, Chaos anrichtet, als Priya unwissentlich die Kiste öffnet und den Geist herauslässt. Warum das Paar lieber in einem gemieteten Bungalow lebt als in einer modernen Wohnung, wie es in Mumbai der Fall war, wird nie genau erklärt. Ranjan Mathew, der Jude ist, geht auf Anraten seines Vaters in der Zwischenzeit weg, um sich mit einigen jüdischen Geistlichen darüber zu beraten, was getan werden kann, um das Unglück abzuwenden. Unterwegs ruft Priya ihn an, um ihm mitzuteilen, dass sie schwanger ist. Der Priester sagt ihm, dass dies nichts anderes als ein böser Geist ist, der wiedergeboren wird.

Mit dieser beunruhigenden Nachricht, die er für sich behält, kehrt Ranjan Mathew nach Cochin zurück. Bald nach ihrer Konfabulation stirbt der Priester und sein Sohn, der auch Priester ist, landet dort, um zu sehen, was man dagegen tun kann. In einer packenden Schlussszene, in der Ranjan Mathew exorzisiert wird, wird enthüllt, dass er selbst der ermordete Ezra ist. Dann greift er die Priester an, die den Exorzismus durchführen, die währenddessen ständig aus der Tora singen. Ezra stirbt schließlich, als der Geist seinen Körper verlässt und in die Kiste zurückkehrt, die dann schnell geschlossen und in das Wasser getaucht wird, in dem Ezras sterbliche Überreste liegen. Man kann daher meinen, dass alles gut ausgeht; außer dass die Kiste wieder von einigen Landstreichern weiter unten am Ufer aufgegriffen wird. Es bleibt dann der Vorstellungskraft des Zuschauers überlassen, was dann folgen wird und damit endet der Film.

Dies ist nur ein grober Überblick und es ist für den Zuschauer zu sehen, um sich beim Anschauen des Films eine vollständige Vorstellung von den vielen Details dazwischen zu machen. Prithviraj spielt eine herausragende Rolle als Ranjan Mathew und andere bemerkenswerte Leistungen sind von Tovino Thomas als lokalem Polizisten und Vijayraghavan als Priester. Nicht umsonst wurde dieser Film in einer aktuellen Kritik als zukunftsweisender Malayalam-Horrorfilm bezeichnet. Die Horrorszenen sind voll von hebräischen Dialogen mit Malayalam-Untertiteln und passen gut zur Gesamtgeschichte.

Um den Film voll zu würdigen, muss man sich auch der jüdischen Traditionen Keralas bewusst sein, nämlich dass sie sich nach der Zerstreuung der Juden durch das Römische Reich in der Antike unter anderen Orten in Kerala wieder versammelten, wo sie ihre einzigartige Lebensweise bis zur Bildung von Israel, als sie alle in dieses Land auswanderten, und dass die älteste Synagoge der Welt in Kerala, die ‚Schwarze Synagoge‘, in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts in Israel abgebaut und wieder aufgebaut wurde; damit wird sozusagen ein Kapitel in der Geschichte des Judentums entscheidend abgeschlossen; Doch wie dieser Film zeigt, gehen die kulturellen Verbindungen weiter. Dieser Film handelt teilweise von einer der herausragenden Traditionen des Judentums; nämlich, dass es Juden verboten ist, außerhalb ihres Glaubens zu heiraten, im Gegensatz zu einigen anderen indischen Minderheiten wie Parsen, die dies tun. Meines Wissens gibt es keine Juden mehr in Kerala, obwohl vielleicht noch Spuren ihrer Traditionen an Orten wie Matancherry zu sehen sind.



Source by Siddhartha S. Bhadrakumar

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